Die Therapiepläne sind auf eine durchschnittliche Verweildauer von 6 Wochen angelegt und gliedern sich in ein Basisprogramm und ein störungs- und problemspezifisches Programm. D.h., dass nicht alle Therapien sofort auf dem Plan auftauchen. Im Laufe des Aufenthaltes fallen Therapien weg, neue kommen hinzu. Daher ist es sinnvoll, am Ende des Aufenthaltes Bilanz zu ziehen und nicht bereits nach einer Woche.
Dabei ist das Basisprogramm so angelegt, dass eine Mindestbehandlungsdauer von 4 Wochen sowohl aus inhaltlichen als auch aus konzeptionellen Gründen nicht unterschritten werden sollte.
Die ersten beiden Wochen des Basisprogramms dienen der Bedingungs- und Verhaltensanalyse. Außerdem der Vorbereitung der Patienten auf die folgenden spezifischen Bausteine. Er muß von der folgenden Behandlung überzeugt sein und sie mittragen.
Die störungsspezifischen Programme sind auf 4 Wochen angelegt. Sie enden mit der Erarbeitung der kurz- und langfristigen Konsequenzen, die aus den Behandlungsschritten zu ziehen sind, der Übernahme in den Alltag und der konkreten Nachsorgeplanung.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Behandlungsverläufe entstehen, in denen sich nur das Basisprogramm umsetzen lässt. Entweder weil dieses Programm ausreicht, die störungsspezifischen Fragestellungen anzugehen oder diese in den Einzelgespräche bearbeitet werden sollten.
Das Basisprogramm erreicht mehr als 2/3 aller Patienten. Es setzt sich zusammen aus der Problemlösegruppe, dem Selbstsicherheitstraining, dem Psychologischen Gesundheitstraining, der progressiven Muskelentspannung, einer Therapieeinheit aus dem Bereich der Kreativtherapie oder Musiktherapie oder dem Genusstraining, dem Teamsport und den weiteren Sportangebote.
Dabei liegt unser therapeutischer Schwerpunkt – wie bereits gesagt - auf der Gruppenbehandlung. Die Zuordnung zu den einzelnen Gruppen richtet sich nach dem Störungsbild.
Hintergrund dieser Schwerpunktverteilung ist das Wissen, dass psychosomatisch kranke Menschen sehr gut ihre Probleme im Zweierkontakt formulieren können. Was nicht gut gelingt, ist das dort Erfahrene dann auch umzusetzen. Daher der Focus auf Gruppenaktivitäten. Hier kann in einem weitgehend angstfreien Raum geübt werden, was im „richtigen Leben" noch schwer fällt. So gelingt die Übernahme in den Alltag schneller und besser.
Außerdem macht dieses Vorgehen sehr schnell deutlich, dass die Verhaltenstherapie eine sehr aktive Therapie ist, die auch innerhalb der Gruppe, im Alltag, bei Versuchen vor Ort oder im Rahmen der Patientengemeinschaft stattfindet.