Alle Mitarbeiter sind Glieder in einer Behandlungskette, in der sie sich im Hause gleichberechtigt wieder finden. Letztendlich ist das Ganze mehr als die Summe seiner Teile.
- Der Bezugstherapeut (BT)( Ärzte/Diplompsychologen)
Der BT ist für alle Aspekte zuständig, die für seine Patienten im Rahmen der stationären Behandlung von Bedeutung sind. Er ist Hauptansprechpartner für den Patienten in allen Angelegenheiten. Neben der Entwicklung einer vertrauensvollen Arbeitsbeziehung, der Erstellung einer Verhaltens- und Bedingungsanalyse und der Umsetzung von darauf aufbauenden Interventionen kommt es für den BT darauf an, sich selbst als Moderator, als Koordinator dem Patienten zur Verfügung zu stellen. Er ist ihm dabei behilflich, nach Festlegung der Veränderungsziele die verschiedenen, in der DWK verfügbaren Lernmöglichkeiten zu nutzen. Ziel der Therapie ist nicht eine„ambulante Therapie in der Klinik„ sondern eine stationäre psychotherapeutische Behandlung. Dem widerspricht das starke Bezogensein auf einzeltherapeutische Kontakte. Sowohl auf seiten vieler Therapeuten aber auch auf seiten der Patienten. Damit wird der Nutzen der diversen therapeutischen Angebote in der DWK reduziert und Patienten besprechen wichtige Themen nicht mehr in der Gruppe sondern mit ihrem BT. Zusammengefasst heißt das, dass der BT ausschließlicher Ansprechpartner für seine Patienten ist. Er verantwortet sämtliche Vorgänge und Abläufe, die diese Patienten betreffen. Das heißt nicht, dass er alles selbst können muss. Er muss vielmehr über eigene Kompetenz hinaus sämtliche Fachdisziplinen innerhalb und außerhalb der Klinik heranziehen, die ihm bei der Beurteilung von Krankheitszuständen und deren Behandlung behilflich sein können. - Die Co-Therapeuten
Zu ihren Aufgaben gehört die Begleitung in therapeutischen Einzel-, Partner- und Familiengesprächen. Sie führen Verhaltensübungen mit Patienten mit Essstörungen, Zwängen oder Ängsten durch, sowie Entspannungsübungen. Die Besprechung der therapeutischen Hausaufgaben und die notwendige Hilfe dabei zählen ebenso zu ihren Aufgaben wie anfallende pflegerische Maßnahmen und die Ausgabe der Medikamente nach ärztlicher Anweisung. Sie sind bei Kriseninterventionen häufig erste Ansprechpartner im Rahmen der Medizinischen Zentrale. Darüber hinaus führen sie das Gesundheits- und Genusstraining durch, und begleiten therapeutisch oder cotherapeutisch Standartgruppen wie Selbstsicherheitstraining, Entspannungstraining nach Jacobson, Problemlösetraining oder themenzentrierte Gruppen. Auch die Durchführung testpsychologischer computergestützter Untersuchungen gehört zu ihren Aufgaben
Folgende weitere Fachdisziplinen sind in der Gesamtklinik vorhanden:
- Ärzte für Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Naturheilverfahren, Sozialmedizin, Innere Medizin, Hämatologie, Internistische Onkologie, Gastroenterologie und Gynäkologie. Sie sind neben ihrer Tätigkeit als Bezugstherapeuten für alle körperbezogenen Therapien und Fragen der Patienten ihres jeweiligen Teams zuständig.
- Diplompsychologen
Ihnen obliegt, wie auch den entsprechenden ärztlichen Kollegen, die psychotherapeutische Versorgung ihrer Patienten. Sie beteiligen sich an der Gesundheitsbildung/-vorsorge durch Vorträge und Initiativen, unter der Überschrift: “Gehe in eine gute Rehabilitation, wie in eine gute Schule“. Sie führen spezielle psychologische Diagnostik durch. - Ergo-, Kreativ- und Musiktherapeutinnen
Die Ergotherapie dient der Belastungserprobung und individuellen Leistungsbeurteilung mit dem Ziel, sachorientierte und soziale Fertigkeiten zu erwerben. Außerdem können hier gezielt soziale Kompetenzen im Umgang miteinander aufgebaut werden.
Die Kreativtherapie hat ihre Schwerpunkte in der Aktivierung und Kontaktfindung durch Umgang mit den Materialien und dem eigenen Körper sowie der Einübung sozialer Fähigkeiten über die Entwicklung von Gruppenarbeit.
Erleben und Ausdruck von Gefühlen durch Darstellung von emotionalen Inhalten mittels unterschiedlicher Materialien, Spannungsreduktion und körperliche Reaktionen werden geschult. - Krankengymnasten und medizinische Bademeister sowie Diätassistentinnen werden auf ärztliche Anordnung gezielt tätig.
- Die Soziotherapie unserer Sozialarbeiterinnen dient der Vorbereitung auf die nachstationäre Phase und soll insbesondere der Arbeitsfindung, Belastungserprobung bzw. der beruflichen Integration dienen.
Zusammen mit den Patienten werden Nachsorgemöglichkeiten besprochen, erste Kontakte hergestellt und Familie, Arbeitgeber, Leistungsträger und wichtige Bezugspersonen soweit gewünscht und soweit wie möglich in die Therapie einbezogen.
Dabei ist die Soziotherapie nicht primär als Serviceleistung für die Patienten zu verstehen, vielmehr soll den Patienten die Möglichkeit vermittelt werden, ihre Ziele zu erreichen. - Bewegungs- und Sporttherapeutinnen helfen mit, wenn es darum geht, durch Bewegung und Sport die Funktion bestimmter Körperbereiche zu verbessern, die körperliche Leistungsfähigkeit zu stärken und vegetative Reaktionen zu optimieren.
Darüber hinaus bearbeiten unsere Patienten hier auch Fragen wie Konkurrenzdenken und Kooperation, Selbstvertrauen und Vertrauen.